„Immer das Schlimmste annehmen“

Politik | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Der Starökonom Jagdish Bhagwati ist Globalisierungsfan. Er warnt seit Jahren vor freien Kapitalflüssen

Interview: Robert Misik

Wer sich unter einem Ökonomen einen trockenen Zahlenhengst vorstellt, der erlebt im Gespräch mit Jagdish Bhagwati seine Überraschungen. Immer wieder bricht der indischstämmige Wirtschaftsprofessor in schallendes Gelächter aus. „Mein Freund Jeffrey Sachs wollte mit seiner Schocktherapie Osteuropa retten. Da wurde nichts draus. Jetzt rettet er eben Afrika“. Pause: „Nur mit einer anderen Therapie“, lacht er.

Falter: George W. Bush hat in dramatischen Worten von einem drohenden „Kollaps“ der US-Wirtschaft gesprochen. Wie ernst ist die Situation?

Jagdish Bhagwati: Wir blicken in ein Fass ohne Boden und wissen nicht, wie weit es nach unten geht. Das Absurde ist: Es begann mit dem Immobiliensystem. Das hat nur wenig mit dem zu tun, was man üblicherweise das „internationale Finanzkapital“ nennt. Die Wurzel liegt bei den amerikanischen Hypothekenbanken

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