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Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Pressekolumne

Wenige Tage vor der Wahl weiß News schon, was uns nach dem Wahlsonntag am meisten beschäftigen wird. Im „Vergleichstest“ schauen die Societyredakteure, welche Frau die beste First Lady abgeben würde. Das ist zwar mäßig originell, Klagsdrohungen sind trotzdem ein bisserl übertrieben. HC Strache möchte News vor Gericht zerren, weil es der „Fantasie wieder einmal freien Lauf gelassen“ habe. Nicht, dass das Blatt dem FPÖ-Chef eine germanische Freya an die Seite geschummelt hätte, nein, weil es nicht stimme, dass das Hauptinteresse seiner Angebeteten „Abtanzen in der Passage“ sei. Da haben es die anderen Frauen aber schlechter erwischt: Frau Molterer bleibt nur, „in der Wohnung in Wien-Meidling und im Wochenendhaus in Sierning ein politfreies Refugium zu bieten“, Brigitte Van der Bellen ist eine „Magnolie: sensibel und doch zäh“, und bei Heide Schmidt (quasi ihre eigene First Lady) heißt es: „Gerüchte um Beziehungen mit hochrangigen Männern aus Politik und Wirtschaft reißen nicht ab.“ Also dann schon lieber Abtanzen.


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