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Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

IT-Kolumne

Sie haben einen Computer mit Internetzugang und schauen gerne damit fern, zahlen aber keine Rundfunkgebühren? Das könnte teuer werden. Finanzminister Wilhelm Molterer denkt nämlich gerade laut darüber nach, auch Menschen mit internettauglichen PCs die freundlichen Kontrolleure des GIS (harmlos Gebühreninfoservice genannt) vor die Haustür zu schicken. Bisher wurden die Internetuser eher in Ruhe gelassen. In Zeiten der ORF-Finanzkrise lohnt es sich offenbar, sie ins Gebührenjoch zu zwingen. Was dafür spricht: Auch in Deutschland und Großbritannien zahlen die Internetbenutzer längst fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen. Warum nicht auch wir? Der Unterschied ist einfach. In England und Deutschland bekommt man für sein Geld im Netz auch ordentlich was geboten. Während der ORF nur eine Handvoll Sendungen ins Netz stellt, bietet die BBC ihr gesamtes Fernsehprogramm sieben Tage lang kostenlos an. Höchste Zeit, dass der ORF eine Onlineoffensive startet. Dann ertragen wir auch die GIS.


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