„Am Schluss hatte ich Feuer gefangen“

Medien | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Er hat Österreich mit den Magazinen „trend“ und „profil“ verändert. Jetzt wird sein „Standard“ zwanzig. Der Journalist, Maler und Zeitungsgründer Oscar Bronner über sein Wirken und Schaffen in Wien und New York

Gespräch: Florian Klenk und Armin Thurnher

Ein Büro mit Blick auf die Herrengasse. Es riecht nach Zigarre, draußen klappern die Fiakerpferde. Hier residiert Oscar Bronner, 65. Im Oktober feiert sein Standard den zwanzigsten Geburtstag. In kürze erscheint auch eine Biografie über sein Leben (Klaus Stimeder, Eva Weissenberger: „Trotzdem – die Oscar Bronner-Story“, Ueberreuter). Anlass für ein Gespräch über die letzten 65 Jahre.

Falter: Herr Bronner, Sie wurden in Haifa geboren. Als Fünfjähriger kamen sie nach Wien. Was ist Ihre erste Erinnerung an diese Stadt?

Oscar Bronner: Wir kamen mit dem Schiff von Israel. Im Zug von Genua nach Wien sah ich erstmals Schnee. Ich erlebte diese Stadt als einen Ort voller Bombenruinen. Wir lebten am Passauer Platz, viele


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