Wird’s den Filmen da auch nicht kalt?

Feuilleton | Michael Omasta | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Eine Stippvisite in den Klimakammern des Österreichischen Filmarchivs, wo eine unschätzbare Sammlung lagert

Versteckt, hinter einem Wohnhaus in der Heiligenstädter Straße 175, hat das Österreichische Filmmuseum sein Lager. Dort wohnt die hauseigene Filmsammlung, geschätzte 20.000 Titel, ihre wirklich exakte Zahl weiß niemand. Dazu kommt ein beträchtlicher Teil des Schriftgutarchivs, plus tausende Fotos, historische Plakate und Kinoprogramme, die im Obergeschoß untergebracht sind.

Herzstück des zweistöckigen Industriebaus, in dem früher die Firma Braun & Braun Industriezubehör für den Elektrofachhandel lagerte, sind die Klimakammern, eine Art überdimensionierte Kühlschränke, in denen die Filme ihres nächsten Einsatzes harren. „Farbfilme werden auf 10 Grad heruntergekühlt, Schwarzweißfilme auf 12“, erklärt Georg Wasner, der im Archiv unter anderem für die Kopienkontrolle zuständig ist, „das gilt als die optimale Lagertemperatur, um die natürlichen Zersetzungsprozesse


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