Der Held erwacht in einem Loch, ...

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

aber dennoch geht in Paul Austers „Mann im Dunkel“ immer wieder die Sonne auf

„Also, wenn ich zu Ihnen sagen würde: Elfter September – hätte das irgendeine Bedeutung für Sie? / Eigentlich nicht. / Und World Trade Center? / (..) Was ist damit? / Stehen die noch? / Ja, sicher. Was ist bloß mit Ihnen los?“

9/11 ist in Paul Austers neuem Roman „Mann im Dunkel“ ein Tag wie jeder andere. Zumindest im Kopf von August Brill, der nach einem Unfall in seinem Bett liegt und weder besonders beweglich ist noch besonders gut einschlafen kann. Dazu plagen ihn die Geister der Vergangenheit. Seine Frau ist vor nicht allzu langer Zeit an Krebs gestorben, der Ex-Freund seiner Enkeltochter hat sich in den Irak schicken lassen, wurde entführt und brutal ermordet. Das Video davon ist im Internet zu sehen. Gegen diese schrecklichen Bilder erfindet der pensionierte, eigentlich grundsympathische Literaturkritiker nun eigene Geschichten.

Was ihm in dieser Nacht einfällt, ist ebenfalls sehr noir

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