Als Tanz in Wien modern war

Feuilleton | Bettina Hagen | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Das Festival Berührungen erinnert an vergessene Choreografinnen

Österreich ist stolz auf die entscheidende Rolle, die heimische Künstlerinnen und Künstler für die Moderne gespielt haben. Auf Künstlerinnen wie Grete Wiesenthal, Gertrud Bodenwieser, Rosalia Chladek, Gertrud Kraus oder Hanna Berger ist niemand stolz, obwohl sie für den modernen Tanz so wichtig sind wie Adolf Loos für die Architektur oder Arnold Schönberg für die Musik.

Das Festival Berührungen im Odeon erinnert an die erst vertriebene und dann vergessene Tanzavantgarde der Zwischenkriegszeit, indem deren Werke von zeitgenössischen Choreografen neu interpretiert werden. Kuratiert wurde das Festival von der Tanzhistorikerin Andrea Amort; die Kurier-Kritikerin hat sich dafür ein Jahr Auszeit genommen. Es geht ihr darum, Brücken zur Gegenwart zu schlagen und im Hin- und Rückblick auf die Vergangenheit vor 1938 eine Standortbestimmung vorzunehmen. Was ist noch da? Was gab es davor?

Wiener Choreografinnen wie Bodenwieser


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