Shakespeare? Kommt doch nicht infrage!

Feuilleton | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Bei Anruf Drama: Wenn das Nature Theater of Oklahoma ein neues Stück braucht, greift der Regisseur zum Telefonhörer

Über das Naturtheater von Oklahoma ist wenig bekannt. Berichte von Aufführungen sind keine überliefert. „Es ist das größte Theater der Welt!“, heißt es, aber auch das ist nur ein Gerücht. Mit „Jeder ist willkommen!“ wirbt das Theater auf Plakaten. „Wir sind das Theater, das jeden brauchen kann!“ Das stimmt. Sogar Karl Roßmann, der Held aus Franz Kafkas „Amerika“, wird engagiert. Doch leider bricht das Romanfragment ab, ehe der Leser erfahren könnte, was es mit dem Naturtheater von Oklahoma tatsächlich auf sich hat.

Als der Kafka-Fan Pavol Liska vor 17 Jahren aus der Slowakei in die USA emigrierte, lebte er zunächst in Oklahoma. „Ich habe natürlich gehofft, dort das Naturtheater zu finden, aber es war nicht da“, sagt er. „Also habe ich es selbst gegründet.“ Nature Theater of Oklahoma heißt die Company, die Liska gemeinsam mit seiner Frau


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