Die neue Avantgarde: casual, but smart

Christine Baumgartner | Feuilleton | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Mit der Reihe Im Loth macht das Konzerthaus seinen Neuen Saal zu einem Club für Neue Musik aller Art

Die Sessel werden weggeräumt, eine Bar wird aufgebaut, am Gang darf man rauchen: Das Wiener Konzerthaus, eine der beiden großen Klassikbühnen Wiens, mag fast 100 Jahre alt sein – spießig ist es nicht. Es bezeichnet sich sogar als führender Veranstalter für Neue Musik in Österreich. Nun will man den Begriff des Zeitgenössischen noch erweitern und mit einer neuen Veranstaltungsreihe gezielt Neues aus allen Genres präsentieren – von der klassischen Avantgarde bis hin zu Pop und World, Film und Literatur.

Im Loth nennt sich die neue Reihe (in Anspielung auf die Adresse des Konzerthauses in der Lothringerstraße), die einmal monatlich im Neuen Saal im Keller des Hauses stattfinden wird. Die Kuratorin Barbara Lebitsch leugnet nicht, dass sie damit auch junge Menschen dazu bringen will, das Klassikhaus zu besuchen.

Das Lockangebot bestehe in unkonventionell zusammengestellten, aber gut

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