Sein Block

Stadtleben | Florian Obkircher | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Deals, Schlägereien und große Posen. Der Rapper Nazar führt durch seinen Heimatbezirk Favoriten

Verzerrte Stimmen dringen aus Funkgeräten. Uniformierte Männer eilen umher. Mindestens acht Polizeibusse umstellen den Reumannplatz. Schaulustige drängen heran. Wo Polizisten eben noch genüsslich ihr Tichy-Eis geschleckt haben, herrscht hektische Aufbruchstimmung. Die Fans des polnischen Fußballteams Lech Posen sind gerade eingetroffen und machen sich mit Schlachtgesängen gegen die Austria auf den Weg zum Franz-Horr-Stadion. Nazar ist der Trubel nicht Unrecht, zumindest behauptet er das – immerhin lenke er von seiner Person ab. „Weißt du, eigentlich spazier ich untertags nur mehr selten über den Reumannplatz. Weil ich von den Kids dauernd wegen Autogrammen und Fotos angesprochen werde.“

Dabei hat er auf den ersten Blick nichts Auffälliges an sich. Nazar, 24, trägt seine kurzen, schwarzen Haare leicht nach hinten gegelt. Ein dunkles Shirt bedeckt seine muskulösen, tätowierten


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