Der Philosoph im Club:

Stadtleben | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Deph Joe ist eine Ausnahme im heimischen Hip-Hop

Joseph Boyewa ist in Wien geboren und aufgewachsen. Nur erkennt man das nicht auf den ersten Blick. „Ich bin mir der Spannungen, die meine Hautfarbe auslöst, sehr früh bewusst geworden“, sagt der Mann, der sich als Rapper Deph Joe nennt und ein schöneres Deutsch pflegt, als es nicht nur die meisten seiner MC-Kollegen von sich behaupten können. „In meiner Gymnasialzeit bin ich jeden Morgen in der U-Bahn von Polizisten kontrolliert worden. Das gibt einem ein befremdliches Gefühl.“

Keine Diskussion: Deph Joe liebt Wien. Mit „Wien bei Nacht“ hat er eine nachgerade zärtliche Liebeserklärung an seine Stadt auf seinem dieser Tage erscheinenden Debütalbum „Hey Playa“. Was nichts daran ändert, dass er nach wie vor regelmäßig angepöbelt wird: „Mit 14, 15 habe ich geglaubt, Österreich wird in zehn Jahren viel offener sein. Nichts hat sich geändert, die Leute sind sogar noch eine Spur feindlicher geworden. Ich versuche eh


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