Was fährt denn da?- Mobilitätskolumne

Auf der Suche nach dem perfekten Gang

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Die Zukunft des Fahrrads sieht aus wie seine Vergangenheit. Schwarz, schlicht, ein wenig wie ein altes Steyr-Waffenrad. Vor ein paar Jahren waren neugekaufte Räder noch glitzernd lackiert, mit protzigen Firmenlogos bepickt und mit auffälligen Extras versehen. Heute kehrt man zum Ursprung zurück. Small is beautiful, schlicht ist nobel und Protzen ist sowieso das Letzte – eine Sichtweise, die in Zeiten des Wohlfühlkonsums nicht nur für Fahrräder gilt. Aber dort fällt sie angesichts der Dezenz neuer Modelle besonders auf. Technische Innovationen müssen sich tief im Inneren des Gefährts verstecken. Edel ist nämlich, was nur der Fachmann als edel erkennt.

Beim Leonardo Nu Vinci der deutschen Traditionsmarke Hercules liegt die Innovation in der hinteren Radnabe, wiegt rund drei Kilo und könnte trotzdem die Zukunft des Fahrrads gehörig durcheinanderbringen: eine stufenlose Gangschaltung. Dafür bedient man einen Drehregler am Lenker. Der setzt mittels eines komplizierten Kugellagersystems


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