Prost! - Lexikon der Getränke. Diese Woche: Ayran

Türkisches Trinkjoghurt, wenn es heiß ist oder scharf war

Stadtleben | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

A yran setzt sich langsam durch. Bis vor kurzem gab’s das anatolische Joghurtgetränk ausschließlich beim türkischen Supermarktgreißler ums Eck, nun haben es auch Spar, Merkur und Co im Programm. Nämlich nicht nur das Produkt in der praktischen wie umweltunfreundlichen Pappbüchse der Großmolkerei Gazi (die auch ziemlich großartigen Schafsweichkäse in Lake herstellt), sondern auch von anderen Herstellern, beispielsweise von Yayla Türk aus dem deutschen Krefeld. Im Prinzip kann man sich Ayran ja auch selbst anrühren, aber das gilt für viele andere Erfrischungsgetränke wie Eistee schließlich ebenfalls. Bei Ayran handelt es sich um ein Naturprodukt aus Joghurt, Wasser und Salz – ohne Zucker, Farb- oder Aromastoffe, ist das nicht herrlich? Zur Selbstzubereitung rührt man säuerliches türkisches Joghurt und Wasser im Verhältnis 2:1 bis 1:1 mit etwas Salz schaumig, fertig ist die Erfrischung für heiße Sommertage. Manche aromatisieren den Drink auch noch mit Zitronenmelisse, Minze oder Basilikum, das muss aber wirklich nicht sein. Und wenn’s nachts am Kebabstand mal wieder richtig scharf geworden ist, löscht Ayran aus der Büchse Rachenbrände besser als Dosenbier und Cola. Passt wegen seines leicht salzigen, aber milden Geschmacks auch viel besser zum türkischen Essen. Außerdem soll Ayran gesund sein. „Açmadan önce çalkalayin ve soguk için“, steht auf der Krefelder PET-Flasche. Das heißt wohl „Vor dem Öffnen schütteln und gekühlt genießen“ und ist unbedingt zu empfehlen. CW


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige