Für ein Kilo Saftäpfel bekommen Bauern nur drei bis fünf Cent. Wer verdient am Apfelsaft?

Steiermark | Gerlinde Pölsler | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Frisch, Saftig, Wertlos“ – unter diesem Motto kippten die Grünen Bauern und die Bergbauern-Vereinigung Via Campesina vergangene Woche einen Anhänger voller Saftäpfel auf den Grazer Hauptplatz – quasi vor das Büro von ÖVP-Agrarlandesrat Johann Seitinger. Die Anklage: Für eine Tonne Pressäpfel erhalten steirische Bauern läppische dreißig bis fünfzig Euro. Eine Tonne ergibt etwa 600 Liter Saft, der im Supermarkt bis zu 700 Euro kostet. Die Konsumenten zahlen also etwa das Zwanzigfache dessen, was die Bauern kriegen.

Auch Lorenz Spielhofer, Obmann der steirischen Erwerbsobstbauern, findet die Preise heuer „sehr niedrig“, allerdings sei das Angebot in diesem Jahr so groß. Mit den Grünen teilt der Bauernbündler die Ansicht, dass der Lebensmittelhandel viel zu viel absahnt. Spielhofer: „Der Handel versucht mit allen Mitteln Vorteile zu erhaschen, bei ihm liegt die größte Spanne.“ Die BauernZeitung spricht von Margen von 20 bis 25 Prozent.

Für die Grünen liegt die Schuld


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