„Alter, stirb doch mal“

Steiermark | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Christoph Schlingensief war todkrank. Ein Gespräch über Katharsis, die Kirche und den Krebs

INTERVIEW: THOMAS WOLKINGER

Christoph Schlingensief hat eine gute Idee: „Ich komme nach Wien reingefahren, mit einem Riesen-Containerschiff. Noch größer als damals, politischer!“, sagt er im Gespräch am Vorabend der Nationalratswahlen, als sich längst abzeichnete, dass 2008 so etwas wie das neue 1999 werden könnte. Damals, im schwarz-blauen Wendejahr 2000, ist Schlingensief schon einmal nach Wien reingefahren und hat den Wiener Festwochen mit seiner Asylwerber-Containeraktion „Bitte liebt Österreich!“ vor der Staatsoper eine ihrer Sternstunden geschenkt. Diese Woche kommt Schlingensief wieder – um im Wiener Stadtkino über seinen frühen Film „Menu total“ zu sprechen und um tags darauf in Graz seine Videoinstallation „The African Twintowers“ im steirischen herbst zu eröffnen. Kleine Ausschnitte aus einem überbordenden Gesamtkunstwerk, an dem der Filmer, Theatermacher, Aktionist


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