Es bleibt bei „Nein“

Tiz Schaffer | Steiermark | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Die Künstlerin Elke Krystufek stellt sich mit einer Ausstellung im steirischen herbst selbst in Frage

Ja“, sagt Elke Krystufek, „ich bin glücklich im Moment“. Warum jetzt aber gerade sie „Für das Glück zuständig“ sein soll – so der Titel ihrer Ausstellung bei Camera Austria –, hat sie sich ursprünglich auch gefragt. „Warum gerade ich?“, sagt sie und lacht. Verweist aber gleich auf das zur Ausstellung erscheinende Buch „Nein“, das erstmals ausführliche Texte von ihr bündeln wird. Dort wird zu lesen sein: „Ich würde gerne eine Umfrage machen, wen meine Kunstpraxis bis jetzt glücklich gemacht hat bzw. warum ich nicht zur Ausstellung „Anleitung zum Unglücklichsein“ eingeladen wurde.“

Gute Frage. Antworten bieten sich einige an. Etwa, dass das Motto des steirischen herbst heuer eben „Strategien zur Unglücksvermeidung“ lautet. Oder dass der Feminismus, wie Krystufek meint, „als politische Bewegung in erster Linie auf Unglücksvermeidung abzielt“.

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