So geht Luxus

Steiermark | Christof Huemer | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Extrem groß und very industrial: das Quartier des Atelierhauses Schaumbad

Die „Schaumbad“-Räumlichkeiten sind groß, sehr groß. Mindestens so groß wie die des Kunsthauses („Aber die haben mehr Steckdosen“) und so weitläufig, „dass man nachts Angst bekommt“. Das ist gut. Gut für alle Künstler, die hier ihre Ateliers beziehen und zusätzlich noch Raum für Ausstellungen, Veranstaltungen, Ungereimtheiten vorfinden. Und gut für Graz, das sich nun endgültig anschickt, zum südlichsten Kiez von Berlin zu werden.

Zur Erinnerung: Die Prenzlauerbergisierung des Lendviertels durch diverse Kreativboutiquen ist beinahe abgeschlossen. Eine indigene Ich-AG- bis Aufbruchsstimmung macht sich breit. Es wird künstlerisch geschaffen, es geht dörflich dabei zu. Und was bis dato zum Original-Kreativmetropolen-Gefühl fehlte, schien jener Hauch subkultureller Großstadtgrandezza zu sein, der mit der von Künstlern erwirkten Umwidmung ästhetisch herausfordernder Industriearchitektur einhergeht.


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