Weit vom Stamm

Steiermark | Maria Motter | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Die Trauben und Äpfel sind reif, doch wer will sie pflücken? Die Distanz zwischen Feld und Erntehelfern wächst

Spätestens, wenn die Äpfel reifen, wird der Ruf nach geschickten Händen laut. Erntehelfer, viel mehr Erntehelfer, als das jährliche Kontingent erlaubt, seien vonnöten, beschwert sich die Landwirtschaftskammer. Zu Beginn der Apfelernte, zu Beginn der Weinlese. 2603 Erntehelfer und 2455 Saisonarbeitskräfte sind 2008 für die Steiermark zugelassen. Erntehelfer können nur für sechs Wochen beschäftigt werden. Dann läuft ihre Bewilligung aus, sie müssen nach Hause. Zu Hause sind sie längst nicht nur zwanzig Autominuten entfernt von der Südsteiermark über die Grenze. Aus Rumänien und Polen reisen temporäre Arbeitsmigranten an. Und es geht weiter: Winfried Eberl, Direktor der steirischen Landwirtschaftskammer, fordert eine Drittstaaten-Regelung. Damit Helfer aus der Ukraine und Weißrussland geholt werden können. Sie dürfen als Erntehelfer bis dato nicht beschäftigt


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