Echte Räuberpistolen

Steiermark | Gregor Schenker | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Im Grazer Kriminalmuseum macht Verbrechen richtig Spaß

Lieutenant Horatio Caine rückt seine Sonnenbrille zurecht. Der Tatort wird abgesperrt, Beweise werden sichergestellt, die Tatortkoffer geöffnet, chemische Substanzen entnommen, um zum Vorschein zu bringen, was dem freien Auge unsichtbar ist. Eine typische Szene für die Fernsehserie „CSI – Den Tätern auf der Spur“. Was immer noch zu wenige wissen: dass der Tatortkoffer und die moderne Polizeiarbeit in Graz erfunden wurden. Und dass es im Keller der Karl-Franzens-Universität ein wunderbar schauriges, kleines Museum gibt, in dem man den Anfängen der Kriminalistik Stück für Stück nachgehen kann.

Schon 1896 begann der Gründer dieser Einrichtung, Hans Groß, als Untersuchungsrichter seine „Kriminalistische Sammlung“ anzulegen. Gedacht nicht fürs Museum, sondern als Lehrmittelsammlung für auszubildende Studenten und Kriminalbeamte. Groß war Pionier in der Heranziehung von Sachbeweisen zur Aufklärung von Kriminalfällen,


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