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Falter Woche | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Kurz besprochen

Internet

Geert Lovink: Zero Comments. transcript, 326 S., € 29,70

Hier bekommt der Web-2.0-Hype ordentlich sein Fett ab: der ganze „Rebellen-Business-Talk des Wandels“ – laut Geert Lovink wenig mehr als heiße Luft; die Rede vom „Freien“ und „Offenen“ – eine scheinheilige Agenda, während Unternehmenskontrolle, Überwachung und Zensur regieren. Warum, fragt der niederländische Medienforscher, werden die ideologischen Prämissen der neuen Internetkultur mit ihren Businessphrasen so ungern hinterfragt? Seine These: Auch die vielgepriesene Macht der vielen kann in unerwünschte Richtungen führen.

Lovink räumt mit einigen Vorstellungen auf, die die Entwicklung und Popularisierung des Web begleiten: Bloggen ist kein Ersatzjournalismus, die Medienkunst weder subversiv noch besonders konzeptuell. Das Verhältnis von Architektur und von Politik zum Netz wird ebenso hinterfragt wie die Globalisierung des Internets (weniger als 30 Prozent der Inhalte sind englischsprachig).


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