Buch der Stunde

Falter Woche | Georg Renöckl | aus FALTER 40/08 vom 01.10.2008

Ich bin die Enkelin eines Senators und eines Gouverneurs. Ich rauche, ich trinke, ich tanze, und ich treibe es, mit wem ich will“, meint die Southern Belle Zelda, kurz bevor sie den angehenden Schriftsteller Francis Scott Fitzgerald heiratet. Ihrem extravaganten Lebensstil bleibt sie treu; bald sind der berühmte Autor und seine Frau eines der schillerndsten Paare der Roaring Twenties.

Geht es nach dem französischen Autor Gilles Leroy, dann hat Zelda Fitzgerald nicht nur ihre, sondern auch unsere Epoche mitgeprägt: „Wir haben das Berühmtsein erfunden – vor allem das Geschäft damit“, lässt Leroy sie in seinem biografischen Roman „Alabama Song“ im Rückblick sagen. Die wilden 20er und die Glanzzeit des Paares sind zu dem Zeitpunkt schon Geschichte. Während Scott dem einstigen Erfolg hinterherschreibt, wird bei Zelda – wohl irrtümlich – Schizophrenie diagnostiziert. In Nervenkliniken erinnert sie sich im Dialog mit Psychiatern an die Stationen ihres Lebens. Auf die exzessiven


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