Seinesgleichen geschieht

Die Grünen nach Van der Bellen: In der Mitte lauert das Verderben

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 41/08 vom 08.10.2008

Die Grünen haben … schon stockt die Feder: Denn die Grünen tun gar nichts. Alexander Van der Bellen tut was. Er setzt sich selbst auf die Hinterbank des Parlaments und zieht die Konsequenz aus dem schwachen Abschneiden seiner Partei bei den Nationalratswahlen. War es wirklich so schwach? Man wollte Strache verhindern und wurde noch von Haider überholt. Dennoch blieb man zweistellig, verlor allerdings ein finanziell bedeutsames Mandat.

Van der Bellens Performance im Wahlkampf wurde gern und oft kritisiert. Er ist aber seinem Stil treu geblieben, das war das Beste, was er tun konnte. Sein Stil, das war eine relativ rigorose Führung der Partei nach innen und ein sarkastisches, auch von Selbstironie nicht freies Auftreten nach außen. Er lieferte einen TV-Wahlkampf, ließ sich aber auch als Spitzenkandidat plakatieren - beides war in dieser Eindeutigkeit neu. Seine fachliche Überlegenheit in finanzpolitischen Dingen ließ er keinen seiner Gesprächspartner im Fernsehen spüren.

Die Machtfrage


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