Kolumne

Bankenkrise: George W. Bush und die große Verstaatlichung

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 41/08 vom 08.10.2008

Das internationale Finanzsystem kollabiert in Raten. Wie lange das Auffangnetz von US-Regierung und Kongress zur Rettung der Banken, Kreditgeber und Sparbücher halten wird, ist unklar. Aber wie eine Finanzpanik aussieht, konnte man vergangene Woche hautnah erleben.

Als die amerikanischen Abgeordneten anfangs Nein zum 700-Milliardenpaket sagten, verfolgte das ganze Land den Börsenkrach im Minutentakt. Rechte Republikaner, die hinter so viel Staat die Einführung des Sozialismus vermuteten, riskierten gemeinsam mit einigen antikapitalistisch bewegten Demokraten den Meltdown des Finanzsystems, um ein Zeichen der Rebellion gegen das Establishment zu setzen.

Der Sturm auf die Banken blieb aus. Das System funktioniert doch, kommentieren Optimisten die Atempause. Kongressabgeordnete, die ursprünglich von Anrufen und E-Mails empörter Wähler überschwemmt wurden, nur ja keine Steuergelder für die reichen Fat Cats an der Wall Street zu verschwenden, vollzogen eine rasche Wende, als mit den Aktien

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