Das Fleisch der Einwanderer

Politik | aus FALTER 41/08 vom 08.10.2008

Obama und McCain werben um Einwanderer. Die rackern für wenig Geld - etwa in Omaha

Reportage und Fotos: Matthias G. Bernold/USA

Das Rindvieh ist in zweistöckige, verchromte Anhänger gepfercht. Die Fahrzeuge sind mit Kot verschmiert. An den Seiten haben die Anhänger Luftlöcher, und wer auf der Autobahn überholt, muss darauf achten, nicht in einen Schwall Urin zu geraten. Vom Wagen stolpern die Rinder über eine metallene Rampe in ein umzäuntes Gelände, wo bereits tausende andere warten. Irgendwann werden sie ins Gebäude geführt und geschlachtet. Von einer metallenen Plattform aus lässt sich die Szene gut fotografieren. Als dies der Vorarbeiter sieht, beginnt er zu schreien: "Get the fuck out of here! Get the fuck out of here, and never come back."

Journalisten sehen die Betreiber der Schlachthäuser nicht gern: Erstens ist die Arbeit blutig, dreckig und brutal. Zweitens sind großteils illegale Einwanderer hier beschäftigt. Von den 24.000 Arbeitern in den Fabriken von Omaha, einem


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