"Es ist mir ziemlich egal, ob das Kunst ist"

Feuilleton | aus FALTER 41/08 vom 08.10.2008

Der erfolgreiche österreichische Dramatiker Volker Schmidt schreibt nicht für die Ewigkeit, sondern für die Bühne

Porträt: Wolfgang Kralicek

Auf den ersten Blick haben die Dramatiker William Shakespeare aus Stratford-upon-Avon und Volker Schmidt aus Klosterneuburg an der Donau wenig gemeinsam. Der eine dichtete Tragödien über römische Kaiser und englische Könige. Der andere schreibt Stücke über Amok laufende Gymnasiasten oder Innenarchitektinnen in der Midlife-Crisis. Dennoch ist Shakespeare ein Vorbild für Schmidt. "Ich schätze an ihm besonders, dass er seine Charaktere nie verurteilt", sagt er. "Jede Figur bleibt nachvollziehbar, keine ist nur gut oder böse. Das ist auch mir wichtig."

Wie Shakespeare war auch Volker Schmidt ursprünglich Schauspieler; schon während des Studiums am Konservatorium der Stadt Wien aber war ihm klar, dass er nicht nur spielen, sondern auch "meine eigenen Sachen machen" will. Das Schreiben ergab sich dann sozusagen zwangsläufig. Schmidt gründete


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