Was fährt denn da?

Lord Helmchens Knautschzone

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 41/08 vom 08.10.2008

Bericht: Christopher Wurmdobler

Die Opfer sind bewusstlos, müssen künstlich beatmet werden, je nach Bild der Verletzung folgen in der Notfallambulanz unterschiedliche Behandlungswege. Schädel werden da "eröffnet", um Blutungen zu stillen, Schwellungen erfordern langwierige intensivmedizinische Versorgung. Das Bild, das der AKH-Unfallchirurg Richard Kdolsky vom schwerverletzten Radfahrer ohne Sturzhelm zeichnet, könnte nicht drastischer sein. Auch den Sturz selbst beschreibt der Mediziner ziemlich anschaulich: "Ein Sturz mit dem Fahrrad bei 25 Stundenkilometern entspricht einem Köpfler aus einer Höhe von 2,5 Metern - und das auf Beton." Angesichts einer steigenden Zahl schwerer Kopfverletzungen bei Radlern forderte die Österreichische Gesellschaft für Unfallchirurgie vergangene Woche: Helm tragen.

Nun wird die Helmpflicht für Radler immer wieder diskutiert. Und so tragisch die Schicksale der Opfer von Schädel-Hirn-Traumata auch sind (Kdolsky spricht von 10 bis 15 jährlich in Wien):

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