Die mitteleuropäische Serviette

Stadtleben | aus FALTER 41/08 vom 08.10.2008

In der Servitengasse eröffnete ein Lokal neu und wurde ganz anders

Die Gasse hat was. Schwer zu sagen, was es ist, das Kopfsteinpflaster, die Bäume, die schönen Häuser, der Kirchenplatz, die vielen kleinen Geschäfte und Lokale, die keinen Autos, die großbürgerliche Porzellangasse ums Eck. Auch lokalmäßig ist die Servitengasse ein recht interessanter Fleck: Erst spät von der Szene entdeckt, entwickelte sich hier eine ganz spezielle Atmosphäre, hier gab es das prächtige Bordeaux, hier gab es kurz den lässigsten Wrenkh der Stadt, hier gibt es noch immer die feine Pasteria-Ristorante-Alimentari-Kombination La Pasteria und hier gab es das wunderbare Struddl, Wiens einzige avantgardistische und multikulturelle Strudelbäckerei.

Die machte dann irgendwann in den Neunzigern zu und daraus wurde ein Lokal namens Serviette, in dem man ungarische Snacks und Kleingerichte bekam. Was anfangs im Vergleich zum Strudelwahnsinn irgendwie wenig spektakulär und völlig unsexy wirkte. Mit der Zeit


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