Musik jenseits der Eitelkeiten

Steiermark | aus FALTER 41/08 vom 08.10.2008

Der Komponist und Trompeter Franz Hautzinger berichtet für das musikprotokoll vom Fernen Osten

Porträt: Clara Pfaller, Thomas Wolkinger

Franz Hautzinger ist einer von denen, die immer wieder neu angesetzt haben. Nicht nur, um sich stilistisch regelmäßig zu häuten und zu erneuern, sondern auch weil er dazu ganz konkret und physisch gezwungen war. Während seines Trompetenstudiums an der damaligen Musikhochschule in Graz Anfang der Achtziger befiel ihn eine Lippenlähmung, Hautzinger musste zunächst auf Komposition umsatteln, wollte aber von der Trompete nicht lassen. Woche für Woche hat er sie an den Mund gesetzt, um zu erproben, ob sie ihm wieder gehorchte, erst nach sechs Jahre gelang es ihm, dem Instrument wieder einen Ton zu entlocken. Und weil er nun schon einmal ganz von vorne lernen musste, tat er das gleich auf besonders gründliche Art und Weise, erforschte das Instrument radikal neu, blies künftig nicht nur rein, sondern saugte Luft auch aus der Trompete, spülte Wasser durch


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