Theater

Beamtensatire, gar nicht lustig

Kritik

Lexikon | Gregor Schenker | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Eine graue, leere Welt wird von vier kalkweißen Gesichtern bevölkert. Regisseur Arturas Valudskis Inszenierung von Jan Rippmanns Bürokratiesatire "Die Kommission" für das Theater Kaendace beginnt mit einem spastischen Tanz, um die kafkaeske Situation gleich einmal klarzumachen und zu vermeiden, dass es zu lustig wird. Es gibt nichts zu tun für die obsolet gewordene Institution, deren Organe um ihr Überleben bangen. Katrin Ackerl Konstantins konsequente Gestaltung ihrer Beamtenrolle als harte, frustrierte Heide Schmidt ist dabei alleine sehenswert. Diese Konsequenz lässt das Stück selbst leider vermissen, das sich schlussendlich in eine virtuelle Welt verflüchtigt.

Tanz & Theater Zentrum Graz, Fr, Sa 20.00


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