Kunst

Weiße Tage und weiße Nächte

Kritik

Lexikon | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Fernanda Gomes bei Grita Insam

Die Ausstellung von Fernanda Gomes ist schwer zu fassen. Schon vor der Galerie irritiert ein Plastiksackerl, das quasi aus dem Fenster wächst. Gomes kreiert eine Art minimalistisches Gemälde zum Betreten. Die ortsspezifisch entwickelte Schau kennt nur unterschiedliche Abstufungen von Weiß. An Fäden aufgehängtes Japanpapier zieht sich in Schichten über die Wände. Auch Glas kommt zum Einsatz. Die aus Rio de Janeiro stammende Künstlerin möchte die "Autonomie der visuellen Sprache" verdeutlichen. Diese Unabhängigkeit bringt sie auch durch kleine, geometrische Skulpturen zum Ausdruck, die den ephemeren Charakter der Schau unterstreichen. Ein Hoch auf die Materialsensibilität! NS

Galerie Grita Insam, bis 14.11.


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