Vater unser

Politik | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Am Tag von Haiders Tod herrschten in Klagenfurt Führerkult und Familientrauer

Reportage und Fotos: Stefan Apfl

Dort, wo normalerweise der Spielstand des SK Austria Kärnten aufscheint, lächelt jetzt Jörg Haider ins dunkle Wörtherseestadion. Die wenigen, die auf den VIP-Rängen sitzen, sehen zu dem riesigen Bild hinüber, sie schweigen, murmeln, schluchzen. „Das Leben ist ein Spiel“, steht auf den Banden am Spielfeldrand.

Drinnen, im hallengroßen VIP-Bereich, hat sich die „BZÖ-Familie“ gerade „eingeschworen“. 800 von ihnen säumen jenen Krater, den der 11. Oktober 2008 in die Mitte Kärntens gerissen hat.

Vor 18 Stunden starb Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider. Längst hat jeder Österreicher vom Autounfall gehört, von der Mutter, die am gleichen Tag ihren 90. Geburtstag feiert, und von Stefan Petzner, der seinen „besten Freund und Lebensmenschen“ stündlich auf ORF beweint. Jörg Haider hinterließ eine Frau, zwei Töchter und 561.331 Kärntner.

Wer den ersten Tag


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