Taktik, Frust und viele Gespräche: Das Spiel rund um die Regierungsverhandlungen

Politik | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

::Reden, reden, reden. Das ist der Hauptjob der Spitzenpolitiker in den nächsten Wochen. Bis Montag wollte die ÖVP nur „Vorbereitungsgespräche“ mit der SPÖ oder ein „Österreich-Gespräch“ mit allen Parteien, konkrete Koalitionsverhandlungen lehnte ÖVP-Chef Josef Pröll ab. Auch wenn SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann, der vergangene Woche den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten hat, seinen Wunsch von einer Neuauflage der großen Koalition mit der ÖVP bei jeder Gelegenheit äußerte und auf schnelle Verhandlungen drängte – die ÖVP zierte sich.

Pröll spielte auf Zeit und wollte zunächst sondieren, ob es echte Regierungsverhandlungen mit den Roten geben wird. Am Montag dann die Überraschung: Bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz kündigte Pröll an, so rasch wie möglich Regierungsverhandlungen mit der SPÖ aufnehmen zu wollen und diesen Schritt am Dienstagabend bei einem Bundesparteivorstand der Volkspartei absegnen zu lassen. Er begründete seinen Meinungsschwenk


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