„Die Insel der Seligen im dunklen Meer“

Politik | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Der grüne Europaabgeordnete Johannes Voggenhuber über Haiders Erbe, Europa und die Krise der Grünen

Gespräch: Florian Klenk

Der EU-Parlamentarier Johannes Voggenhuber, 58, zählt zu den schärfsten internen Kritikern der Grünen. Er kritisierte die Bestellung Eva Glawischnigs zur neuen Parteichefin und wirft seiner Bewegung Erstarrung vor. Voggenhuber hat Politik aus verschiedenen Perspektiven betrieben. Er war Anfang der 80er-Jahre Stadtrat in Salzburg, ab 1988 Bundesgeschäftsführer der Grünen. Seit 1995 sitzt er im EU-Parlament.

Falter: Herr Voggenhuber, Österreich ohne Haider, was bedeutet das für das Land, für Europa und die Grünen?

Johannes Voggenhuber: Die moderne Maske der Rechten ist gefallen. Haider stand für die Modernisierung der extremen Rechten; er war ein Neofaschist. Die Straches übernehmen sein Erbe, allerdings als alte Recken.

Es waren die Jungen, die Haider und Strache wählten. Die Grünen konnten die Jugend kaum mobilisieren.

Voggenhuber: Der Verlust der Jugend


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