Kommentar

Die Kleinen zahlen die Rechnung. Anders geht’s nicht

Bankenkrise und die Folgen I

Politik | Ferdinand Lacina | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

1400 Milliarden US-Dollar beträgt nach der jüngsten Schätzung des Internationalen Währungsfonds der Schaden in der internationalen Finanzwirtschaft.

Unvorstellbar hohe Summen an Liquidität werden in den Finanzsektor gepumpt, um einen Zusammenbruch des Systems zu verhindern. Sparer sollen durch Garantien der Nationalstaaten für ihre Einlagen beruhigt, ein Run auf die Banken auf diese Weise vermieden werden. Die amerikanische und die britische Regierung verstaatlichen Banken und Versicherungen. Die Länder der EU setzen in einer konzertierten Aktion direkt (über Beteiligungen) und indirekt (über Garantien) Steuermittel zur Stabilisierung des Finanzsystems ein.

Es sind dieselben Akteure, die heute den Staat als Rettungsgesellschaft anrufen, die gestern noch die Befreiung der Märkte von staatlichen Fesseln als Allheilmittel angesehen haben. Die Krise ist keine Naturkatastrophe, sie ist das Produkt neoliberaler Politik. Deregulierung und Liberalisierung im globalen Maßstab sind verantwortlich


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