Der Geist von 1929

Politik | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Schon einmal crashten Banken – die USA reagierten anders als Europa

Bericht: Richard Wimmer

Das Gespenst von 1929 geistert um, die ultimative Wirtschaftskrise des vorigen Jahrhunderts. Den Vergleich kann die Stressgemeinschaft der Kleinanleger kaum noch hören, also jene, die eben nicht „too big to fail“ sind und deren Vermögen dahinschmilzt. Zwar meinte der Wiener Ökonom Erich Streissler im Standard, die Auswirkungen der aktuellen Finanzkrise seien nicht so stark wie anno 1929, ein Ende konnte aber auch er nicht prognostizieren. Was ist damals in der Weltwirtschaftskrise wirklich passiert, von welchem Gespenst ist die Rede?

In den späten 20er-Jahren boomte die amerikanische Wirtschaft, im Sommer 1929 erreichte deren Industrieproduktion ihren Höhepunkt. Auch in Österreich ging es wirtschaftlich ein wenig bergauf, Wien war in roter Hand, Johann Schober, der gefürchtete Polizeipräsident, wurde zum dritten Mal Bundeskanzler, die Agonie der Demokratie begann sich jedoch abzuzeichnen.


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