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Politik | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Bücher, kurz besprochen

Junge Politikverweigerer

Jetzt wundern sich alle, wieso so viele Jugendliche bei der Nationalratswahl Rechtsparteien wählten. Vielleicht hätten die Parteistrategen vor der Wahl die Studie „Lieben, Leisten, Hoffen“ lesen sollen. Drei Viertel der jungen Menschen in Österreich haben Angst vor Arbeitslosigkeit, und obwohl die Frage nach Gerechtigkeit zu den wesentlichen Themen der 14- bis 24-Jährigen zählt, ist das politische Interesse der Jungen an einem Tiefstand angelangt. Die Jugend hat heute mehr Vertrauen in Schule, Polizei und Wirtschaftsunternehmen als ins Parlament oder in politische Parteien. Gerade einmal 40 Prozent interessieren sich für Politik. Denn diese wird innerhalb von Institutionen des politischen Systems als „nicht beeinflussbar, nicht gestaltbar“ wahrgenommen. Was hingegen zählt, ist Treue: 93 Prozent der jungen Leute träumen trotz hoher Scheidungsraten von einer lebenslangen Partnerschaft.

Nina Horaczek

Christian Friesl, lngrid Kromer,


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