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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Steve Jobs macht eigentlich ziemlich nette Produkte. Weniger nett ist aber, dass der Apple-Chef derzeit seine Anwälte auf eine Wirtschaftsschule in Kanada hetzt. Diese Uni hat nämlich auch einen Apfel als Logo. Dabei sieht doch jeder Mensch mit freiem Auge den Unterschied: Während die Firma des obersten Apple-Mannes nur einen angebissenen Apfel abbekam, haben die Kanadier ein richtiges Prachtexemplar – wohlgeformt und unbeschädigt. Da läuft einem so richtig das Wasser im Mund zusammen. Aber das ist doch kein Grund für Eifersüchteleien – und dafür, dass die Anwälte der Computerfirma nun Briefe schreiben. Die Kanadier zittern schon wie Espenlaub. Und der Bevölkerung ist die Sache ziemlich egal. Die findet es doof, wenn irgendein Konzern Schulen verklagt. So leicht lassen wir uns nämlich nicht veräppeln: Mag sein, dass Jobs das schicke iPhone entwickelt hat. Aber dass die Apple-Leute auch noch den Apfel erfunden haben wollen, das kaufen wir ihnen dann doch nicht ab. Den hatten nämlich schon Adam und Eva.


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