„Wurschtigkeit ist mir sympathisch “

Feuilleton | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Ruth Klüger spricht über ihr Verhältnis zu Wien, über Ohrfeigen und kinderwagenschiebende Väter

Interview: Klaus Nüchtern, Michael Omasta

Ruth Klüger hat einen ziemlich dichten Terminplan. Das Fernsehen, der Rundfunk, die Zeitungen – alle wollen mit ihr reden. Das Interview mit dem Falter findet im Café Zartl im dritten Bezirk statt und ist das erste an diesem Tag. Ruth Klüger kommt mehr als pünktlich, ist gut gelaunt, charmant – und wirkt überhaupt nicht gestresst.

Falter: Wenn Sie heute nach Wien kommen, wie geht’s Ihnen denn da?

Ruth Klüger: Gut! Ich kann mich nicht davon loslösen, dass ich ein neues Buch geschrieben habe, zu dem mir freundliche Leute Fragen stellen, und dass „weiter leben“ in einer Auflage von 100.000 verschenkt wird. Das ist ein egoistischer Standpunkt, aber es wäre lächerlich zu sagen, es ginge mir nicht gut.

Ist das eine Art Genugtuung für Sie?

Klüger: Natürlich, hören Sie! Wär das nicht für jeden eine Art Genugtuung?!

Wie ist das bei einer


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