„So unromantisch wie möglich“

Feuilleton | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Die Sängerin und Fassbinder-Schauspielerin Ingrid Caven kommt nach Wien. Ein Gespräch über Kunst und Liebe

Interview: Gerhard Stöger

Ob man ihr das Interview vor Drucklegung faxen könne, fragte Ingrid Caven zu Beginn des Telefonats. So müsse sie sich nicht gleich beim Sprechen zensurieren, erklärt die in Paris lebende deutsche Sängerin und Schauspielerin, die am 25. Oktober im Rahmen der Viennale im Akademietheater auftritt. Auch eine nachträgliche Zensur ist ausgeblieben, für die Autorisierung des Gesprächs beschritt Caven allerdings einen ungewöhnlichen Weg. Sie rief in der Redaktion an, um in einem ausführlichen Gespräch Kleinigkeiten zu korrigieren und weitere Geschichten aus ihrem Leben zu erzählen.

Caven wurde 1938 als Ingrid Schmidt in ein bürgerliches Elternhaus in Saarbrücken hineingeboren. Sie machte schon als Kind Musik, sollte nach dem Studium aber Lehrerin werden. Es kam anders: 1967 lernte sie Rainer Werner Fassbinder kennen, wurde Teil seiner Gruppe und Darstellerin


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