Prost!

Kattus Frizzante Bitter Orange, der Aperol-Spritz aus der Flasche

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Frizzante

Stadtleben | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Denn es könnte ja sein, dass man gerade irgendwo ist, wo’s keinen Aperol-Spritz gibt (was heutzutage eher unwahrscheinlich ist), oder dass man ein bisschen zu faul ist, um ihn selbst herzustellen.

Wie auch immer, die Mischung aus dem norditalienischen Bitterlikör (seit 1919) und Prosecco war jedenfalls der absolute Getränkegewinner des vergangenen Sommers mit einem gefühlten Pro-Kopf-Verbrauch von nicht unter 18 Litern.

Kattus, Hersteller des Hochriegl-Sekts und seit den frühen 90ern auch Abfüller einer Art Austro-Prosecco namens Frizzante, bietet diesen jetzt auch in Zwiebelschalenfarbe und mit orangig-bitterem Aroma an.

Und was ist Frizzante eigentlich? Ein sogenannter „Perlwein“, also Wein, dem (meistens) Kohlensäure zugesetzt oder dessen Gärungskohlensäure erhalten wird (traditionell, mittlerweile sehr selten). In Italien bekanntermaßen mit geschmacksarmen Dünnweinen der Rebsorte Prosecco hergestellt; da gibt’s allerdings auch edle „Spumante“-Versionen. In Österreich macht man ihn mit Leichtweinen aus Grünem Veltliner und Welschriesling.

Der „Orange Bitter“ von Kattus wird seinem Namen auf jeden Fall gerecht, optisch wie geschmacklich. Er ist etwas herber, als man es von der Aperol-Prosecco-Mischung gewohnt ist, die Bitterorange bleibt am Gaumen. Vorteilhaft: der Drehverschluss. Abtörnend: die legistische Bezeichnung „Aromatisiertes, weinhaltiges Getränk“. Erhältlich bei Merkur. fH


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige