Flüchtlinge sitzen in der Nervenklinik fest

Steiermark | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Das Land hat keinen Platz für sie. Deshalb sitzen fünf minderjährige Afghanen seit Wochen im LSF

Bericht: Donja Noormofidi

Der Skandal ist, dass bisher nichts passiert ist“, sagt Uta Wedam vom Flüchtlingshilfeverein Zebra. Fast täglich führt die Therapeutin Gespräche in der Causa der fünf minderjährigen Afghanen, die seit Wochen in der Landesnervenklinik Sigmund Freud sitzen, doch die zuständige Stelle des Landes findet keine passende Lösung.

Ursprünglich waren die afghanischen Flüchtlinge, alle 17 Jahre alt, in einem Heim des Diakoniewerks in Graz untergebracht. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Heims deckte Missstände auf (Falter 37/08). „Die Heimleitung arbeitete mit Druck und drohte den teils traumatisierten Jugendlichen mit einer Verlegung in Asylheime auf dem Land.“ Unter anderem kam eine Strafmappe zum Einsatz, wo Strafen eingetragen wurden, wenn Jugendliche nicht aufstehen wollten. Der Leiter des Landesflüchtlingsbüros Günter Bauer meinte damals: „Es gibt Leute,


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