Ein Revolutionär im Kopf

Steiermark | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Branko Lenart hat österreichische Fotografiegeschichte geschrieben. Ein Atelierbesuch zu seinem Sechziger

Porträt: Tiz Schaffer

Das Streben nach Freiheit und das Streben nach Vergnügen, damit ist über meine Kunst alles gesagt.“ Dieses Zitat könnte von Branko Lenart stammen. Tatsächlich ist es aber von Man Ray, Künstler und Freund von Marcel Duchamp. Schon in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts entwickelte er einen sehr eigenwilligen, dem Surrealismus verpflichteten Zugang zur Fotografie. Das Zitat findet sich auf der Rückseite des Fotobuches „Branko Lenart. Photo Concept 1965 – 2005“, herausgegeben von der Fotogalerie Wien.

„Ich bin ein Genussmensch“, sagt Lenart dann auch und legt ein Grand Crus – so nennen sich die kostspieligen Kaffeekapseln einer marktführenden Espressofirma – in die dazugehörige Maschine ein. Die Espressomaschine, unzählige Fotografiebände, fertige Kunstwerke, ein großer Holztisch und kein Staub. Das Atelier von Lenart, das der Künstler


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