Auf heiseren Beinen in den Popolymp

Steiermark | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Das großartige Nature Theatre of Oklahoma war wieder da. Und wie!

Theaterkritik: Hermann Götz

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die der steirische herbst zumindest mitgeschrieben hat. Das Nature Theatre of Oklahoma, jene als Off-Off-Off-Theater titulierte Formation von Kelly Copper und Pavol Liska, die zuletzt bei den Salzburger Festspielen ausgezeichnet wurde, hatte mit „No Dice“ ihren ersten Auftritt im deutschsprachigen Raum beim herbst 2007. Nun zeigt der herbst eine frühere Arbeit: „Poetics: A Ballet Brut“. Das hinreißend lebendige Amateurballett weist bereits deutlich den in der Folge eingeschlagenen Weg. Und ist in seiner bewusst naiven Grundhaltung dennoch einmalig. Das reichlich schräge Ensemble (Anne Gridley, Robert M. Johanson, Fletcher Liegerot und Zachary Oberzan) hat offensichtlich einen Grundkurs zum Thema Disco-Fox besucht, diese Kenntnisse in eine intensive Auseinandersetzung mit alten MTV-Beiträgen investiert und ist womöglich auf der Suche nach dem nächsten

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