Vom Tanzen nach dem Crash

Steiermark | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Die Ausnahmechoreografin Meg Stuart über Kulte, Todesrituale und die Konstruktion der Welt

Interview: Thomas Wolkinger

Wenn diesen Donnerstag die Premiere von Meg Stuarts neuer Arbeit „All Together Now“ in der Helmut-List-Halle über die Bühne geht, dann kann man das auch als so etwas wie eine alternative Eröffnung des steirischen herbst lesen. Denn eigentlich war die Choreografin und Tänzerin, die wie kaum eine andere den zeitgenössischen Tanz der letzten beiden Jahrzehnte geprägt hat, gebeten worden, die Eröffnung der diesjährigen Ausgabe des Festivals zu gestalten. Stuart hat abgelehnt, weil sie nicht den Kunstschmuck für das Festritual abgeben wollte. Nein, den Partyclown habe sie nicht spielen wollen, sagt die gebürtige Amerikanerin, die seit ihrem Europa-Debüt („Disfigure Study“, 1991) in ihren oft schwierigen und dunklen Arbeiten immer wieder die Abgründe der Existenz, den Schmerz, die Verzweiflung zum Thema gemacht hat. Daher wird „All Together Now“ nun in


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