Beisl

Explosion am Balkon

Der steirische Gourmet

Steiermark | aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Lokalaugenschein: Wolfgang Kühnelt

Seit dem Jahr 1995 gibt es die schöne Tradition im steirischen herbst, ein temporäres Beisl namens herbstbar aufzusperren, heuer ganz bescheiden als „Café“ bezeichnet. Waren es in den ersten Jahren Experimente wie die Bar im Lichtschwert, die vor allem auf Nachtschwärmer bleibenden Eindruck hinterließen, so funktioniert die herbstliche Gastronomie nun von früh bis spät. Im Festivalzentrum Joanneum befindet sich im ersten Stock ein ausgesprochen schönes helles Restaurant. Die Innenarchitektur des Lokals und das begehbare Kunstwerk am Balkon vor dem Gebäude thematisieren eine Szene aus Michelangelo Antonionis Film „Zabriskie Point“, in der alles in Fetzen fliegt. Die Gestalter des raumlaborberlin folgen dabei der Erkenntnis, dass es im Inneren einer Explosion keine Farben gibt. Die verwendeten Grau- und Weißtöne sind allerdings keineswegs langweilig. Endlich fällt auch Licht in das altehrwürdige Museumsgebäude, das sich bisher so gern


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