„Ich hatte Angst, unter Folter zu sterben“

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Oya Baydar war Sozialistin, hat Gefängnis und Asyl hinter sich. „Heute geht es uns viel besser“, sagt sie

Interview: Jörg Magenau

Oya Baydar begann früh zu schreiben, um sich dann für mehr als 30 Jahre ausschließlich der Soziologie und der Politik zu widmen, insbesondere der Geschichte der türkischen Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften.

Ihr neuer Roman „Verlorene Worte“ – der erste überhaupt, der in deutscher Übersetzung erscheint – verteilt die ganze Spannweite ihrer Biografie auf verschiedene Figuren. Der Schriftsteller Ömer, einst sozial engagiert und immer noch berühmt, jetzt aber alt und müde geworden im Erfolg, reist ins östliche Anatolien, um bei den Kurden neue Kreativität und politische Bodenhaftung zu finden. Auf dem Busbahnhof in Ankara wird er Zeuge eines Attentats, bei dem eine schwangere Frau verletzt wird und ihr Kind verliert. Spontan beschließt er, ihr und ihrem Freund zu helfen, die auf der Flucht sind: er vor der PKK, weil er aus den Bergen


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