Der Albtraum des Postkommunismus

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Die jüngste Entdeckung aus dem aufstrebenden Literaturland Rumänien heißt Filip Florian

Text: Bernhard Fetz

Das Leben in und nach den kommunistischen Diktaturen bilden ein ungeheuerliches Reservoir an Stoffen für die Literatur. In den letzten zwei Jahrzehnten ist eine ganze Reihe von Büchern osteuropäischer Autoren erschienen, die das Gesamtbild einer europäischen Gegenwartsliteratur ganz entscheidend prägen. Auch wenn sich nach einer kurzen Hochkonjunktur im deutschen Sprachraum nach 1989 die Buchmärkte wieder einzuigeln scheinen: Die Vitalität osteuropäischer Literatur ist ungebrochen.

Seit einiger Zeit gewinnt Rumänien an Konturen auf der literarischen Landkarte. Der erste Band von Mircea Cartarescus Trilogie „Die Wissenden“ (2007) war ein fulminanter Auftakt; eine literarische Spurensuche nach den mentalen Auswirkungen der Diktatur, die mit Filip Florians Roman ihre weitere Ausgestaltung erfährt.

Beide Autoren erzählen die Geschichte Rumäniens in den Jahrzehnten nach


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