Diese Stories enthalten 97% Wahrheit

15.10.2008

David Sedaris hat sich einen Urinbeutel andrehen lassen und mit dem Rauchen aufgehört

Text: Karl A. Duffek

Essays“ nennt David Sedaris seine stark autobiografisch getönten Kurzgeschichten, die ihn in den letzten zehn Jahren als erstklassigen Humoristen berühmt gemacht haben und von denen nun eine weitere Sammlung vorliegt.

Zu 97 % seien die Stories wahr, behauptet der Autor in einem Interview. Das mag wohl ein bisschen hoch gegriffen sein. Denn wenn all das mehr oder weniger stimmt, was Sedaris in seinen Texten, Theaterstücken und Radiogeschichten über sich, seine Eltern und Geschwister oder seinen Lebensgefährten preisgibt, dann müsste er schon in einem außerordentlich seltsamen Umfeld leben.

Glaubt man eine Erzählung im neuen Band, so unterstützten Sedaris’ Eltern zunächst seine frühen Schreibversuche und ermunterten ihn geradezu, Selbsterlebtes als Material zu verwenden. Sie änderten ihre Haltung jedoch, als eine der ersten Veröffentlichungen beschrieb, wie der Vater einst

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