Die kluge Tochter einer hirnlosen Frau

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Mit „Scherbenpark“ legt die 30-jährige Alina Bronsky ein hinreißendes Debüt mit ebensolcher Heldin vor

Text: Kirstin Breitenfellner

Manchmal denke ich, ich bin die Einzige in unserem Viertel, die noch vernünftige Träume hat. Ich habe zwei, und für keinen brauche ich mich zu schämen. Ich will Vadim töten. Und ich will ein Buch über meine Mutter schreiben. Ich habe auch schon einen Titel:, Die Geschichte einer hirnlosen rothaarigen Frau, die noch leben würde, wenn sie auf ihre kluge älteste Tochter gehört hätte.‘“ „Scherbenpark“, das Debüt der erst 30-jährigen Alina Bronsky beginnt fulminant. Das Bemerkenswerte aber ist, dass das Buch, das es vom unverlangt eingesandten Manuskript gleich zum Spitzentitel brachte, dieses Tempo auch bis zum Ende durchhält.

Die Ich-Erzählerin Sascha Naimann, wie ihre Autorin Migrantenkind, ist im Hochhauskomplex mit dem absurden Namen Solitär als Musterschülerin eines Elitegymnasiums eine Außenseiterin und mit ihren 16 Jahren schon


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