Seuche, Spätstart, Supermarkt

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Olga Flor gelingt es, sozialanalytisch und spannend zu erzählen, indem sie ihre Figuren in die Enge treibt

Porträt: Klaus Nüchtern

Unlängst war Olga Flor in Wien, um aus ihrem neuen Roman zu lesen – im Meinl am Graben. Das ist zwar nicht ganz das Ambiente ihres Romans „Kollateralschaden“, der in einem stinknormalen Supermarkt spielt, aber immerhin sollen sich hinter dem Rücken der Autorin, die mit dem Rücken zur Straße in der Auslage saß, recht interessante Dinge abgespielt haben.

Vom Blickwinkel der Inlandsmobilität aus betrachtet ist Flor ein Ausnahmefall in der heimischen Literatur: Sie ist in Wien geboren, lebt heute aber in Graz. Dort ist sie auch aufgewachsen – nach einem Zwischenstopp in Köln, wo der Vater an der Universität unterrichtete: „Ich bin von dort sehr ungern weggegangen. Es ist keine schöne, aber eine sehr lebendige Stadt.“

Literarisch ist Flor mit ihrem jüngsten Buch von der Abgeschiedenheit des Landes, der sie ihre Protagonisten in „Talschluss“


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